Die Welt der Tiere ist voller Geheimnisse, doch wie genau sie denken, fühlen und miteinander kommunizieren, ist ein faszinierendes Forschungsgebiet. In diesem Bereich erforschen Wissenschaftler, wie Lebewesen ihre Umwelt wahrnehmen, Probleme lösen und komplexe soziale Bindungen eingehen. Es geht dabei nicht nur um Instinkte, sondern um die tiefgründigen kognitiven Prozesse, die das Verhalten von Vögeln, Säugetieren und sogar Insekten steuern.

Auf Gist.Science haben wir uns darauf spezialisiert, diese neuesten Erkenntnisse von bioRxiv direkt für Sie zugänglich zu machen. Wir bearbeiten jeden neuen Preprint in dieser Kategorie und erstellen sowohl verständliche Zusammenfassungen für den Laien als auch detaillierte technische Auswertungen. So können Sie die neuesten Entdeckungen über tierisches Lernen, Gedächtnis und Emotionen sofort nachvollziehen, ohne sich durch komplizierte Fachbegriffe kämpfen zu müssen.

Die folgende Liste zeigt Ihnen die aktuellsten Forschungsarbeiten aus dem Bereich der Tierverhaltensforschung und Kognition, die wir für Sie aufbereitet haben.

📄 animal behavior and cognition

Human escape in wireless virtual reality follows a structured movement pattern shaped by threat and context

Die Studie nutzt drahtlose Virtual Reality, um zu zeigen, dass menschliche Fluchtverhalten durch spezifische, kontextabhängige kinematische Muster geprägt sind, die sich grundlegend von denen anderer Säugetiere unterscheiden und nicht aus sicheren Bedingungen vorhergesagt werden können.

Hutabarat, Y., Sporrer, J. K., Brookes, J., Zabbah, S., Kornemann, L., Domenici, P., Bach, D. R.2026-02-17
📄 animal behavior and cognition

Informational Masking Constrains Vocal Communication in Nonhuman Animals

Diese Studie zeigt am Beispiel von Laubfrosch-Arten erstmals bei Tieren, dass „informational masking“ – also die Schwierigkeit, relevante Signale inmitten ähnlicher Hintergrundgeräusche zu selektieren – die akustische Kommunikation und Partnerwahl beeinträchtigen kann, selbst wenn keine direkte akustische Überlagerung der Frequenzen vorliegt.

Gupta, S., Kalra, L., Drummer, L., Rose, G. J., Bee, M. A.2026-02-12
📄 animal behavior and cognition

Fat fish stay cool: Stress recovery and behavioral flexibility vary with nutritional state and predator exposure in the cichlid Neolamprologus pulcher

Diese Studie zeigt, dass gut genährte Buntbarsche (*Neolamprologus pulcher*) durch eine schnellere Stressbewältigung eine höhere Verhaltensflexibilität gegenüber häufigen Räuberpräsentationen aufweisen, während ein geringerer Ernährungszustand die Anpassungsfähigkeit an Umweltveränderungen einschränkt.

Fischer, S., Hirschenhauser, K., Taborsky, B., Fusani, L., Canoine, V., Tebbich, S.2026-02-12
📄 animal behavior and cognition

Effects of a temporary period on pasture on the transcriptomic signature of horses housed in individual boxes

Diese Studie zeigt, dass ein zeitlich begrenzter Weideaufenthalt die Genexpression bei Pferden positiv beeinflusst, indem er insbesondere bei resilienten Tieren Entzündungsprozesse reduziert und adaptive, wachstumsfördernde molekulare Reaktionen sowie eine Verbesserung des Verhaltens bewirkt.

Foury, A., Ruet, A., Mach, N., Lansade, L., Moisan, M.-P.2026-02-12
📄 animal behavior and cognition

A novel uN2CpolyG Transgenic Mouse Model Recapitulates Multisystemic polyG Proteinopathy Pathology of Neuronal Intranuclear Inclusion Disease

In diesem Paper wird ein neuartiges transgenes Mausmodell vorgestellt, das die multisystemischen pathologischen Merkmale der neuronalen intranukleären Einschlusskörperkrankheit (NIID) durch die Akkumulation von polyG-Proteinen originalgetreu nachbildet.

Wan, Y., Zheng, Y., Gao, C., Lu, Y., Zheng, F., Yu, Z., Wang, J., Yang, B., Zheng, J., Yuan, Y., Hong, D., Charlet-Bergu (…)2026-02-12
📄 animal behavior and cognition

The Signal in the Noise: Hierarchy and Robustness of Physiological Audience Alignment during Narrative Media

Durch ein groß angelegtes Experiment zur Überwachung physiologischer Reaktionen während des Filmsehens zeigt diese Studie, dass effektive narrative Botschaften die Biologie des Publikums in eine gemeinsame, inhaltsgebundene Verarbeitungshierarchie einbetten und damit das Publikum als ein Netzwerk aus abgestimmten Empfängern anstatt als eine Ansammlung variabler Individuen neu definieren.

Schmaelzle, R., Cho, H. J., Turner, M.2026-02-07
📄 animal behavior and cognition

Behavioural state inference from movement and environmental data using Markovian step selection functions

Diese Arbeit präsentiert ein neuartiges Framework, das Hidden-Markov-Modelle mit Schrittselektionsfunktionen kombiniert, um ökologisch bedeutsame Verhaltenszustände aus Bewegungs- und Umweltdaten abzuleiten, wobei die wesentlichen Einschränkungen traditioneller Methoden adressiert werden, indem Bewegungskennzahlen und Umweltprädiktoren sequenziell integriert werden, um die Anzahl der Zustände, deren Bezeichnungen sowie kontextabhängige ökologische Reaktionen präzise zu identifizieren.

Bouderbala, I., Nicosia, A., Fortin, D.2026-02-07
📄 animal behavior and cognition

Sleep quality and quantity and their associations with age, salivary cortisol and abnormal behaviours: a preliminary field study in racing thoroughbreds.

Diese vorläufige Feldstudie an Rennpferden der Vollblutrasse zeigt, dass sich zwar die Schlafdauer mit dem Alter verschiebt, die Schlafqualität jedoch signifikant mit höheren morgendlichen Cortisolspiegeln und verstärktem abnormalem Verhalten assoziiert ist, was auf einen starken Zusammenhang zwischen schlechter Schlafqualität und beeinträchtigtem Wohlergehen in dieser Population hindeutet.

HENNES, N., Greening, L., McBride, S., Lemarchand, J., Cognie, J., Phelipon, R., Foury, A., Bourguignon, H., Lansade, L. (…)2026-02-03
📄 animal behavior and cognition

Buzzed but not elated? Effect of ethanol on cognitive judgement bias in honeybees

Diese Studie zeigt, dass die akute Exposition gegenüber niedrigen Ethanolkonzentrationen weder pessimistische noch optimistische kognitive Beurteilungsfehler bei Honigbienen induziert noch deren lokomotorisches Verhalten verändert, was darauf hindeutet, dass ihre Kognition gegenüber dieser natürlich vorkommenden neuroaktiven Verbindung resilient ist.

Golanska, M., Antol, W., Witek, M., Miler, K.2026-01-24